BUCH
Halt, noch nicht in die Buchhandlung laufen ...
Und auch Amazon führt den Titel noch nicht


Die aberwitzigen Abenteuer eines Weinliebhabers, fein aufgemacht in solider Buchform? Na klar, früher oder später wird's das geben.

Aber selbst wenn der Titel links schon halbwegs echt aussieht: Es ist ein Platzhalter. Ein Dummy. Ein Muster. Reines Photoshop. Der aufmerksame Betrachter erkennt: Alles da – es fehlen nur noch die Angaben zum Verlag, in dem das Buch erscheint.

Oder um es in der Sprache des Weins zu sagen: Die Arbeit im Weinberg ist getan, die Lese eingefahren. Jetzt folgt die Arbeit im Keller. Da ist schon Einiges am Gären. Aber ein großer Wein braucht Zeit.

Ich persönlich halte es da mit dem, was mir der beseelte Winzer Erich Giefing aus dem österreichischen Rust neulich sagte, als ich ihn auf die Eigenart seiner Landsleute ansprach, immer junge Weine zu trinken.

Seine Antwort: Ein Winzer, der seine Arbeit und seine Weine ernst nimmt, wird sie erst herausgeben, wenn er wirklich das Bestmögliche aus dem Material herausgeholt hat.

Könnte man über Bücher etwas Besseres sagen?

WARTESCHLEIFE
In der Zwischenzeit: "Weinprobe" von Dick Francis
Schlimmer als Warten auf das Erscheinen eines Buches, das man sich wünscht, ist nur noch das Warten aufs Christkind. Damit die Zeit bis dahin nicht allzu lang wird, empfehle ich "Weinprobe" von Dick Francis als Lektüre (erschienen bei Diogenes). Ein herrlicher Weinroman aus dem Jahr 1984, der sehr viel literarischer und unaufgeregter daherkommt als viele der Weinkrimis, die in den vergangenen Jahren in Mode gekommen sind.